urgewald

Umweltnachrichten: Neue Datenbank enthüllt größte Kohlekraftwerksbauer weltweit

Berlin, 29.06.2017 (ug). Heute enthüllen urgewald und Partnerorganisationen, welche Unternehmen am stärksten für die weltweite Kohlekraftwerksexpansion verantwortlich sind. Die Veröffentlichung knüpft an frühere urgewald-Studien an, die maßgeblich zum umfangreichen Kohle-Ausstieg des Norwegischen Pensionsfonds und des Versicherungskonzerns Allianz beigetragen haben. Derzeit sind mehr als 1.600 neue Kohlekraftwerke bzw. –kraftwerksblöcke in 62 Ländern geplant oder in der Entwicklung [1]. Damit würde die derzeitige Kapazität von Kohlekraftwerken um mehr als 840.000 Megawatt (MW) oder rund 42,8 Prozent zunehmen.

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Energie: Kohle-Investitionen- Niederländischen Pensionsfonds ABP unter Druck

Amsterdam/Sassenberg, 16.05.2017 (ug). Eine neue Analyse zum niederländischen Pensionsfonds ABP, einem der größten Pensionsfonds weltweit, zeigt abermals die Verantwortung öffentlich verwalteter Anlagegesellschaften für den Klimaschutz. Demnach hat ABP im vergangenen Geschäftsjahr 4,3 Milliarden Euro in Kohle, den klimaschädlichsten aller Energieträger, investiert – 18 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das widerspricht klar dem Ziel von ABP bis 2020 komplett nachhaltig zu werden, wie es der Fonds im Jahr 2016 ankündigte“, sagt Cindy Coltman von Both ENDS. „Um dieses Ziel zu erreichen, sollte ABP als erstes seine Investitionen in Kohle abstoßen. Doch das Gegenteil ist passiert.“

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Wirtschaft: Umstrittene Kohleimporte aus Kolumbien – EnBW unter Zugzwang

Karlsruhe/Aachen, 08.05.2017 ug. Anlässlich der morgen stattfindenden Hauptversammlung des Energiekonzerns EnBW in Karlsruhe fordern das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR und die NGO urgewald, dass EnBW dem Beispiel europäischer Konkurrenten folgt und umgehend die Geschäftsbeziehungen mit den umstrittenen Lieferanten Drummond (USA) und Prodeco/Glencore (Schweiz) unterbricht. Der italienische Energieversorger Enel hatte vergangene Woche bestätigt, die Steinkohle-Importe von diesen Unternehmen aus der kolumbianischen Region Cesar auszusetzen.

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Umweltnachrichten: Commerzbank muss Kohlerichtlinie schärfen

Frankfurt, 02.05.2017 (ug). Zur morgigen Hauptversammlung fordern die Umweltorganisationen urgewald und „Entwicklung JA – Tagebau NEIN“ aus Polen mehr Engagement beim Klimaschutz von der Commerzbank. Die Bank hat zwar im Sommer 2016 in einer Richtlinie die Kohlefinanzierung deutlich eingeschränkt, doch Geschäfte mit Firmen, die neue Kohlekraftwerke planen, sind nach wie vor möglich.

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Umweltnachrichten: „Praktizierte Klima-Ungerechtigkeit“ der Münchener Rück

München, 25.04.2017 (ug).Zur morgigen Hauptversammlung der Münchener Rück kritisieren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen die zögerliche Haltung des Konzerns bei klimaschädlichen Kohlegeschäften. Während der weltweit größte Rückversicherer selbst immer wieder vor der Rolle des Klimawandels bei Unwettern warnt, hinkt er gleichzeitig der Branchenkonkurrenz bei Richtlinien zum Abbau von Kohle-Investitionen stark hinterher. Lediglich bei ihren Aktienanlagen meidet die Münchener Rück Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle oder Kohleerzeugnissen machen.

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Wirtschaft: Dakota-Pipeline – BayernLB reagiert auf Proteste

München, 24.02.2017 (ug). Die Bayerische Landesbank (BayernLB) will eine weitere Finanzierung der umstrittenen US-Ölpipeline Dakota Access ausschließen. Dies hat sie gestern urgewald gegenüber bestätigt. Am bereits vereinbarten Kredit hält sie jedoch offenbar fest. Die BayernLB ist eine von 17 beteiligten Banken, die dem Pipeline-Konsortium im August 2016 einen Projektkredit über bis zu 2,5 Mrd. Dollar gewährt haben. Mit ihrer Ankündigung zieht sie einem ähnlichen Schritt der Bank ING aus den Niederlanden nach.

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Wirtschaft: Kohleausstieg der Deutschen Bank? Leider noch nicht!

Sassenberg, 31.01.2017 (ug). Wie zahlreiche Medien berichten, plant die Deutsche Bank einen teilweisen Ausstieg aus Kohle. Spiegel Online titelt aktuell: „Deutsche Bank will aus Kohlefinanzierung aussteigen“. Auf Bild.de heißt es: „Deutsche Bank gibt keinen Kredit mehr für Kohlestrom“. Die Bewertung von urgewald fällt deutlich anders aus. „Es ist zu begrüßen, dass die Deutsche Bank bei Kohle endlich kürzer treten will. Bislang gehört sie weltweit zu den zehn größten Finanzierern der globalen Kohleindustrie. Doch die Ankündigung ist sehr unkonkret und geht am eigentlichen Problem weit vorbei“, sagt urgewald-Geschäftsführerin Heffa Schücking und ergänzt:

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Umweltnachrichten: Unterschriftenkampagne gegen Blutkohle bei EnBW

Sassenberg, 07.11.2016 (ug). Kurz vor der Veröffentlichung der EnBW-Quartalszahlen am Donnerstag hat urgewald eine Protestkampagne gegen die Kohleimporte des Energiekonzerns gestartet. Unter dem Titel „Schluss mit der Blutkohle!“ sammelt urgewald Unterschriften, die zusammen mit Protestbriefen an Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geschickt werden. Die Botschaft: Das Land als wichtigster Anteilseigner von EnBW muss endlich handeln.

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Neue Kohlerichtlinie Commerzbank: Schritt in richtige Richtung

Sassenberg, 26.07.2016 (ug). Die Commerzbank hat vergangenen Freitag eine neue Kohlerichtlinie veröffentlicht. Darin legt sie fest, dass sie keine neuen Kohleminenprojekte und keine neuen Kohlekraftwerke finanziert. Kohleinfrastrukturprojekte und die Modernisierung alter Kohlekraftwerke werden im Einzelnen geprüft und können weiter unterstützt werden. Energieversorger in Deutschland, die mehr als 30 Prozent Strom aus Kohle gewinnen, werden ab 2021 nicht mehr finanziert, für ausländische Energieversorger gilt, ebenfalls ab 2021, eine Grenze von 50 Prozent Stromgewinnung aus Kohle.

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DEG-Staudammprojekt in Panama: Flutung ohne Zustimmung von Betroffenen

Köln, 20.06.2016 (ug). Ohne Einigung mit den betroffenen indigenen Gemeinden hat die Flutung für den panamaischen Staudamm Barro Blanco begonnen. Nach jahrelangen Protesten und Vermittlungsversuchen schaffen die panamaische Regierung und die Betreiberfirma GENISA Tatsachen. Weil das Wasser nur noch wenige Meter von ihren Häusern entfernt ist, befürchten die Betroffenen, schon bald fliehen zu müssen. Dabei vereinbarten Regierung und Indigenen-Vertreter im August 2015, dass ohne eine Einigung nicht geflutet wird.

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