Öko-Mobilität

 

Was haben der Kurzstreckenflug von Stuttgart nach Wien oder der Einkauf beim Bäcker um die Ecke mit dem Auto gemeinsam? Sie verursachen eine unnötige Klimabelastung, weil die zurückgelegte Strecke in keinem vernünftigen Verhältnis zum Treibstoffverbrauch und Schadstoffausstoss steht.

Luftfahrtgesellschaften und Flugzeughersteller machen inzwischen Werbung mit „spritsparenden“ Flügen, doch was heißt das? „Pro Passagier verbrauchten die Flugzeuge der Mitglieder des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. im Jahr 2012 für alle In- und Auslandsflüge insgesamt 3,8 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer“, lobt sich der BDL auf seiner Internetseite, die deutsche Fluglinie mit dem Kranich beziffert den durchschnittlichen Verbrauch ihrer Flieger im Jahr 2013 auf 3,9 Liter pro Passagier und 100 Kilometer, der Airbus A380 nähert sich der Drei-Liter-Marke. Das hört sich erst einmal gut an, gilt aber nur für voll ausgebuchte Maschinen. Zum Vergleich: Wer sich zu zweit in einer schwäbischen oder bayerischen Limousine der gehobenen Mittelklasse fortbewegt, verbraucht pro Fahrzeuginsasse auch nicht mehr Benzin.

Aber beim Automobil muss es nicht immer der eigene fahrbare Untersatz sein, um von A nach B zu kommen. „Car-Sharing“ heißt das Zauberwort, mit dem sich die Mitglieder eines Car-Sharing-Vereins oder einer Genossenschaft einen gemeinsamen Fahrzeugpark teilen. Die Autos werden vorab für einen gewissen Zeitraum reserviert und stehen dann je nach Wunsch für einige Stunden oder mehrere Tage zur Verfügung. Auf diese Art und Weise brauchen die Nutzer nur dann für ihr Auto zahlen, wenn sie es auch wirklich brauchen. Dieses Modell eignet sich in erster Linie für Autofahrer, die nur hin und wieder ein Fahrzeug benötigen und gleichzeitig hohe Anschaffungskosten für einen eigenen Wagen sparen möchten.

Wer sein „heilig’s Blechle“ nicht mit fremden Menschen teilen will und trotzdem etwas für die Umwelt tun möchte, sollte sich auf dem ständig wachsenden Markt für Öko-Autos umschauen. Hier bietet sich zunächst Erdgas als seit längerem bewährte Antriebsalternative zu Benzin und Diesel an, allerdings ist auch dieser fossile Treibstoff nicht unbegrenzt verfügbar. Deshalb setzen die Hersteller von Elektroautos alles daran, ihre Technik wettbewerbsfähig zu machen. Momentan gibt es dabei allerdings noch einige Hürden zu überwinden: Speicherfähigkeit und Aufladung der Batterien, die damit verbundene Reichweite einer Batterieladung sowie die Etablierung von öffentlichen Ladestationen sind die wichtigsten Kriterien, um E-Autos in Serie und damit zu angemessenen Preisen zu produzieren.

Licht und Schatten liegen auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln nahe beisammen. Als Vorteile lassen sich bei Bussen, Bahnen & Co. die gute Umweltbilanz und die vergleichsweise günstigen Preise anführen, Individualisten leiden jedoch an den Einschränkungen durch reglementierte Fahrpläne und nicht immer perfekte Verbindungen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *