Bio-Bauernhöfe

Die Begriffe Öko-Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft oder Ökolandbau stehen für die Produktion von Nahrungsmitteln und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit möglichst naturschonenden Methoden.

Die ökologische Landwirtschaft verzichtet auf Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Gentechnik. Den Erzeugnissen dürfen vor dem Verkauf als Bio-Lebensmittel keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe beigefügt werden.

Die ökologische Viehzucht hat strengere Auflagen als die konventionelle, zum Beispiel ein Verbot einzelner Futtermittel und höhere Anforderungen beim Platzangebot für die Tiere.

1991 wurden mit der EU-Ökoverordnung erstmals gesetzliche Standards für Bioprodukte, zunächst für pflanzliche und seit 1999 auch für tierische Erzeugnisse, festgelegt. Im Jahr 2000 kam es zur Einführung eines einheitlichen europäischen Biosiegels, das freiwillig verwendet werden konnte. 2010 wurde es durch ein neues europäisches Siegel ersetzt, mit dem seitdem alle Bioprodukte gekennzeichnet werden müssen.

Die meisten ökologischen Produzenten haben sich in verschiedenen Anbauverbänden zusammengeschlossen wie in Deutschland beispielsweise Bioland, Demeter, Naturland, Biokreis, Gäa oder Biopark, welche durch ihre im Vergleich zur EU-Gesetzgebung nochmals strengeren Bestimmungen und Kontrollen dem Verbraucher zusätzliche Produktsicherheit garantieren. In der Schweiz ist Bio Suisse der größte Anbauverband, in Österreich Bio Austria.

Bild: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖL)

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